West meets East
Manzara Istanbul

Hier auf "West meets east" beschreiben die Gäste von MANZARA ISTANBUL ihre Erlebnisse, hinterlassen Erfahrungsberichte, geben Geheimnisse und Entdeckungen preis. "West meets east" ist Gästebuch, Reiseführer, Ratgeber, Verführer und Plattform.


Die Wimper des Drachen berühren

Auf dem Nachthimmel über der Sultan Ahmed Moschee
die hellen Flügel der Möven
ein Wimpernzucken des Drachen und ich bin weg.
In der Dunkelheit leuchten Springbrunnen in den Häfen dieser Welt.
Der Drache trägt Sehnsucht auf seinen Schuppen
wie ein glänzendes Netz
Byzanz. Konstantinopel. Istanbul. Gesänge über dem Bosporus. mehr...

Ausflug zum Joghurt

Die Türken haben den Joghurt erfunden. Das behaupten zumindest die Türken. Sollen die Griechen, die Bulgaren, die Inder oder alle anderen glauben, was sie wollen. Joghurt oder „Yogurt“ wird abgeleitet vom türkischen „yogurmak“ , was soviel wie „kneten“ oder „mischen“ bedeutet. Ausserdem ist „Yogurt“ das weltweit am meisten gebrauchte türkische Wort. Und der beste Joghurt der Welt kommt sowieso aus Kanlica. Behaupten die Istanbuler. mehr...

Ankommen in Istanbul

Nach einwöchigem Aufenthalt in München sitze ich im Flugzeug und freue mich auf Istanbul. Die Stadt, die mir meinen Horizont öffnet und das Leben lebenswert macht.

Mein Taxifahrer Veysel holt mich ab. Was für ein Luxus! denke ich mir und wir grüssen uns herzlich und gratulieren uns gegenseitig zum Seker Bayrami - dem Zuckerfest, dem wichtigsten islamischen Feiertag. Die Fahrt ist angenehm leicht und gelassen, nach 20 Minuten erreichen wir mein Wohnviertel Galata/Kuledibi. Erst vor 10 Tagen wurde dieses Viertel weltbekannt, leider  mit einem schrecklichen Ereignis, als die Bombe an der Neve Schalom Synagoge explodierte. Davon ist nichts zu spüren. Die wenigen Menschen, die auf der Strasse stehen, gehen, unterhalten sich. mehr...

Tipps Beyoglu, Istanbul

Wer einen Platz sucht, um die Seele baumeln zu lassen, fragt am besten eine Katze. Istanbul ist die Stadt der Katzen. Im Wirrwarr der Gassen rund um den Galataturm verliert man sich leicht. Bars, Restaurants, Jazzclubs, Kaffeehäuser, Buchhandlungen und Läden, noch und noch. Wer hier die Perlen finden will, folgt einfach dem Schnurren der „Kedi“. Sie sind überall dort, wo man sich auch gerne niederlässt. mehr...


Europa trifft sich in Istanbul

Im April 06 reiste ich für eine Woche nach Istanbul, um Recherchen für mein neues Buchprojekt zu machen. In Zürich fragte ich Freundinnen nach einer Unterkunft. Eine türkische Sängerin, Saadet Türköz, die in Istanbul aufgewachsen ist, gab mir die mail-Adresse von Erdogan Altindis. mehr...


Cacik

Es sieht aus wie eine für die Nacht vorbereitete Gesichtsmaske und es schmeckt auch genau so langweilig: „Tzaziki“, die griechische Vorspeise aus Gurken und Joghurt. Die Griechen können nicht kochen. Sagen die Türken. Darum sei „Cacik“ etwas ganz anderes. mehr...

Die Klinge am Hals

Zwischen den letzten Tönen des Saxophons im „Jazzcafe“ und dem Rührei im „Kaffeehaus“ gibt es eine kleine Fuge zwischen Abendland und Morgenland. Das ist diese Stunde, wenn Istanbul nicht nach Abgas oder Kebab riecht, sondern nach Zitrone. Von Tausenden von frischrasierten Männerbacken steigt eine Duftwolke von „Duru kolonya 80° limon“ auf. mehr...

Wandern in Istanbul

Die Türken waren über Jahrhunderte ein Reitervolk, das Wandern gehen sie deshalb vorsichtig an. Mir Neuling wird ein Plan mit der Wanderroute und ein Merkblatt mit praktischen Hinweisen und ärztlichen Tipps in die Hand gedrückt. Ein wackeres Grüppchen schart sich um den Sportarzt und horcht gespannt auf seine Anweisungen und wir prüfen noch einmal, ob die Walkingschuhe richtig sitzen. mehr...

 

Stefan Sieberts

30 Sekunden

Fotografien aus Istanbul

3.November - 2.Dezember 2008

Istanbul, die Schöne, hat ein großes Herz, einen gewaltigen Magen und starke Knochen; über Europa und Asien dahin gestreckt liegt sie und nimmt jeglich begehrendes Lebewesen in sich auf, wie eine grenzenlos trunkene Mutter. Viele verschlingt sie, andere wachsen in ihr, allen bedeutet sie Hoffnung und Quelle, Arbeit und Wollust, Heimat von Träumen und still gehegtem Schrecken: Wenn sie eines Tages ihre Glieder schütteln wird, bleiben, wie man aus berufenem Munde hört, 30 Sekunden Zeit, ihre schöne Seele millionenfach zu retten. Bevor der bebende Leib um uns zerbricht.

Stephan Sievers lebt und arbeitet als freier Künstler und Studienreiseleiter in Deutschland, Italien und der Türkei. 

Stefan Sieberts

30 Sekunden

Fotografien aus Istanbul

3.November - 2.Dezember 2008

Istanbul, die Schöne, hat ein großes Herz, einen gewaltigen Magen und starke Knochen; über Europa und Asien dahin gestreckt liegt sie und nimmt jeglich begehrendes Lebewesen in sich auf, wie eine grenzenlos trunkene Mutter. Viele verschlingt sie, andere wachsen in ihr, allen bedeutet sie Hoffnung und Quelle, Arbeit und Wollust, Heimat von Träumen und still gehegtem Schrecken: Wenn sie eines Tages ihre Glieder schütteln wird, bleiben, wie man aus berufenem Munde hört, 30 Sekunden Zeit, ihre schöne Seele millionenfach zu retten. Bevor der bebende Leib um uns zerbricht.

Stephan Sievers lebt und arbeitet als freier Künstler und Studienreiseleiter in Deutschland, Italien und der Türkei. 

Rezeption Manzara Istanbul
Galatakulesi sokak. No 3/2
Kuledibi/ Beyoglu/Istanbul

 

 

sievers

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